Briefexerzitien in der Fastenzeit

Exerzitien im Alltag als „Briefexerzitien“

 eine ökumenische Veranstaltung in der österlichen Bußzeit


Quelle: Pixabay.de

 

„Halt an! Wo läufst du hin? 

Der Himmel ist in dir. Suchst du ihn anderswo, du fehlst ihn für und für."

Angelus Silesius

 

 

 Halt an! Wo läufst du hin?

Schauen Sie sich das Bild einmal bewusst an, und lassen Sie es auf sich wirken.

Da ist jemand unterwegs, der es offensichtlich eilig hat. Wohin der Mensch will, erfahren wir nicht; wohl aber, dass es schnell gehen muss. Das darüber stehende Motto der Exerzitien wirkt wie ein Kontrastprogramm zur Dynamik des Läufers. „Halt an! Wo läufst du hin?“

Jetzt stehen bleiben, um über den Himmel und sich selbst nachzudenken? Kann der Läufer eine Unterbrechung zulassen? Was steht dabei auf dem Spiel? Oder würde er etwas gewinnen?

Gleichzeitig scheinen die Worte des Angelus Silesius genau in diesen Augenblick hineinzupassen:

Es ist wichtig, das Ziel zu kennen und im Auge zu behalten, wenn man es eilig hat. Es mag sein, dass Sie etwas von sich selbst in diesem eiligen Menschen wiederfinden: Gelegentliches oder häufiges Gehetztsein; Dinge, die schnell erledigt werden müssen; Termine, die einzuhalten sind…  oder fühlen Sie sich „gewaltsam ausgebremst“ in der Coronazeit? Dennoch können Sie sich bewusst für eine Unterbrechung des Alltags entscheiden. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Vielleicht, weil Sie nach einem Gegenpol zu täglichen Wüste des Bildes suchen und aus ihr heraus möchten,
  • oder weil Sie neugierig sind, was es mit dem „Himmel in dir“ auf sich hat,
  • oder weil Sie so etwas wie (Brief-)Exerzitien im Alltag einfach mal ausprobieren wollen,
  • oder weil Sie es wieder neu mit dem Beten wagen möchten,
  • oder weil es in ihnen eine (unterschwellige) Suche nach einer anderen Lebensqualität, einem Wunsch nach „mehr“ gibt,
  • oder….

Es kann sich lohnen, schon jetzt einmal kurz stehen zu bleiben und den Motiven nachzuspüren, die zu Ihrer Entscheidung für die Teilnahme an diesen Exerzitien führen könnten.

„Die Sehnsucht ist der Anfang von allem“, sagt Nelly Sachs einmal. Mag sein, dass Sie auch davon etwas in sich wiederfinden…

                    

So gehen Briefexerzitien:

Wegen der Corona-Einschränkungen darf es noch keine größeren Treffen geben.  Daher werde ich die „Exerzitien im Alltag“, auf Brief-Exerzitien umstellen. Das heißt:

 Ich werde täglich allen Angemeldeten einen Tagesimpuls per E-Mail zuschicken. Oder aber Sie bekommen Impulse für eine ganze Woche auf einmal per Post.

  • Sie können mir dann Ihre Gedanken und Fragen schreiben. Ich werde bestimmt antworten. Entweder geht ihre Mail an „Alle“ (dann auf „alle antworten“ klicken), und auch ich antworte wiederum allen. Ebenso können auf diese Weise die anderen Teilnehmenden auf Mails reagieren.
  • oder Sie senden nur an mich, dann werde ich auch nur ihnen persönlich schreiben.
  • Die „Postteilnehmer*innen“ schreiben mir per Brief und ich reagiere auch per Postbrief – allerdings nicht täglich, sondern wöchentlich.
  • Möglich ist auch, im telefonischen Einzelgespräch persönliche Erfahrungen nachspüren und besprechen. Das würden wir jeweils zeitlich vereinbaren.
  • Fühlen Sie sich frei, auf Impulse zu reagieren, oder sie im Stillen zu bedenken. Es wäre jedoch hilfreich, wenn ich wenigstens 1x die Woche etwas von Ihnen hören würde…
  • Start ist Aschermittwoch, der 17.02.2021, dauert 6 Wochen und endet Mittwoch vor Gründonnerstag, sodass Sie mit Achtsamkeit und weitem Herzen auf Ostern zugehen können.

Ich freue mich auf dieses Experiment!

Bei Fragen können Sie mich gerne anrufen oder mir eine Mail schreiben

Michaela Ziegler  (06409/6628813)

Gemeindereferentin, Kontemplation- und Meditationsbegleiterin, Systemische Familienberaterin             


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Anmeldeformular für die Briefexerzitien
ANMELDUNG.pdf
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