Sonntagsgedanken - Jesus zu Gast

Sonntagsgedanken zum 3. Sonntag der Osterzeit

Jesus zu Gast

von Michael Wiesel


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Sonntagsgedanken zum 3. Sonntag in der O
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Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 24,35-48.

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot brach. Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist. Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

 

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

was würden Sie vorbereiten, wenn Sie wüssten, dass Jesus heute Abend bei Ihnen zu Gast wäre? Wahrscheinlich würden Sie Ihre Wohnung putzen, Sie würden das beste Gericht vorbereiten, Sie würden sich gute Kleidung anziehen und sich viele Fragen durch den Kopf gehen lassen, die Sie ihm stellen würden. Auf alle Fälle würden Sie sich die allergrößte Mühe geben, damit sich Jesus auch ganz sicher wohl bei Ihnen fühlt! Deshalb ist es auch gut, wenn Sie im Vorfeld für Ihren Besuch noch so einiges vorbereiten können! Denn was wäre im Gegenteil, wenn Jesus ganz plötzlich und unerwartet – quasi als Überraschungsgast – bei Ihnen vorbeikäme? Dann wäre Ihre Aufregung mit Sicherheit groß!

 

Im Evangelium ist der auferstandene Herr in der Tat ein gänzlich unerwarteter Gast bei seinen Jüngern! Er spricht seinen Freunden den Frieden zu, er ermutigt sie und isst auch etwas bei ihnen. Und auch seinen Freunden beantwortet er viele Fragen, die sie an ihn haben. Er zeigt ihnen anhand der Heiligen Schriften, dass er der verheißene Messias ist und gibt ihnen den Auftrag, die frohe Botschaft zu verkünden!

 

Nochmals zurück zu unserer Ausgangsfrage: Was würden Sie vorbereiten, wenn Sie wüssten, dass Jesus bei Ihnen zu Gast sein möchte? Ich persönlich glaube, dass Jesus jeden Tag bei uns zu Gast sein will. Zwar nicht sichtbar in unseren vier Wänden wie damals bei den Jüngern – sondern vielmehr in unseren Herzen! Begegnen und empfangen wir ihn deshalb jeden Tag mit einem offenen und freundlichen Herz! Er will uns seine Liebe schenken und spricht deshalb auch uns zu: „Der Friede sei mit euch!“ Wie damals bei seinen Freunden im Evangelium, gibt unser Gast auch uns jeden Tag den Auftrag, diesen Frieden in die Welt zu tragen.

Wie möchten Sie heute diesen Frieden teilen?

 

Es grüßt Sie ganz herzlich,

Michael Wiesel