Sonntagsgedanken Pfingsten

Sonntagsgedanken zum Pfingstfest

von Gertrud Wittenstein


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Wort zu Pfingsten, Sonntagsgedanken 2021
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„Ins Gerede gekommen“ sind die Kirchen schon lange, negative Schlagzeilen und eine nicht mehr in die Zeit zu passende Unbeweglichkeit in vielen Fragen, die Menschen heute haben, hat viel zu viele Menschen veranlasst, der Institution den Rücken zu kehren, die, die bleiben, müssen sich manchmal ja fast schon rechtfertigen.

Da kam das große ökumenische Kirchentagstreffen um Christi Himmelfahrt ja gerade recht, auch wenn es in dieser digitalen, dezentralen Form pandemiebedingt völlig anders gefeiert wurde als erhofft. Offenheit, brennende Fragen nach Zukunft, Gerechtigkeit, Klimaschutz, Frieden, dazu haben sich Menschen ausgetauscht. Genauso wie zu innerkirchlichen Fragen oder ihren gelebten Glauben. Rausgehen, ins Gespräch kommen, sich nicht weltfremd verschließen, Hoffnung und Zuversicht geben, das war gefragt.

Die Erkenntnis „Gott ist gegenwärtig bei uns und unseren Glaubensgeschwistern“ zeugt von einem pfingstlichen Geist. Und wenn dann Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den verschiedenen Gottesdiensten beim Abendmahlsgottesdienst und Eucharistiefeier gegenseitig eingeladen wurden, gemeinsam zum Tisch des Herrn zu treten, um den Leib Christi zu empfangen,  mag das vielleicht nur ein kleiner, aber ein bedeutender Schritt sein, aufeinander zuzugehen, gestärkt und hoffnungsvoll den Weg des Glaubens weiterzugehen. „Schaut hin“, war das Motto des 3. Ök. Kirchentages - Schaut genau hin, blickt durch, packt an und geht los“. Damit ist Pfingsten kein individuelles Familienfest, es ist ein „strukturelles“, ein Gemeinschaft stiftendes Fest, damals wie heute, verbunden mit dem Auftrag, aus zu strahlen in die Welt. Und dann ist es gut, wenn wir „ins Gerede kommen“.

Nehmen wir Jesus beim Wort, der uns seinen Beistand versprochen hat, den Hl. Geist, der auf uns nicht nur am Pfingstfest herabkommen möge, damit wir im Leben, in der Schule, im Beruf, in der Politik, in unserer Kirchengemeinde Hoffnung, Zuversicht, Ideen und Mut haben, uns einzubringen. Vertrauen wir auf den Heiligen Geist, der uns auch durch Durststrecken hindurch mit neuem Elan und neuer Kraft bestärken wird. Wir haben eine gute Botschaft, jede und jeder kann sie in seiner Sprache, in seiner Art und Weise weitergeben, damit die befreiende Botschaft Gottes Leben schafft und aufatmen lässt.

Frohe Pfingsten

 

Ihre Gertrud Wittenstein

 

 

Bild: Unbekannter Künstler (Bild, Detail) / Peter Weidemann (Foto)In: Pfarrbriefservice.de