Sonntagsgedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit

Sonntagsgedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit

von Heinz Ringel


 

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Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben! „ So spricht Jesus im Evangelium vom Fünften Sonntag der Osterzeit (Joh. 15,5). Für einen Menschen, der aus einem Weinbaugebiet stammt, ist es ein vertrautes Bild. Sind die Reben noch jung und in den Boden gerade eingepflanzt, dann sind sie noch weich und biegsam. Aber je länger die Reben im Boden stecken, desto mehr bildet sich der Weinstock aus, zum Boden hin werden die Reben immer dicker. Sie wachsen sich aus zu einem knorrigen Gehölz. Wie bei andere Pflanzen und Bäumen auch, ist die Verbindung der Reben mit dem Boden hin, von wo die Nährstoffe in die Rebzweige gelangen. Ansonsten verdörren die Reben und sie bringen keine Weintrauben hervor. Jesus betont in demselben Vers. (Joh.15,5) die Verbundenheit der gläubigen Menschen mit ihm: „ Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. „ Früchte des Glaubens sollen die christgläubigen Menschen hervorbringen. Das geht nur mit dem Weinstock Jesus Christus. Und das viele Christgläubige viele gute Früchte hervorbringen, ist vielen Menschen bekannt. Nachdenklich macht mich allerdings der Nachsatz in Joh. 15,6: „ Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdörrt.“ Und vorher:“ Wer nicht in mir bleibt, der kann getrennt von mir nichts vollbringen. Es gibt viele Menschen, die viele gute Werke vollbringen die Spenden für einen guten Zweck sammeln, die Nachbarschaftshilfe leisten, ohne viel zu fragen. Und dann klingt es schon befremdlich, wenn es heißt: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. „Geht es um eine Handlung Jesu oder um eine Handlung zur Selbstdarstellung? Was geschehen soll, möge ihm und zu seiner Ehre gefallen. „ Alles geschehe zur größeren Ehre Gottes!“ Ihn zu ehren, deswegen leben wir auf der Erde Gottes. Und er gibt die Kraft dazu, das Gute zu tun. „ Versuchen wir gute Reben am Weinstock Christi Jesu zu sein und gute Trauben hervorzubringen. 

Ihr , Heinz Ringel.